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Andacht im Juni 2010
„Gott spricht: Suchet mich, so werdet ihr leben.“
Amos 5,4
Gott sollen wir suchen. Doch, nach was suchen wir denn so, wenn wir mal unseren Alltag betrachten?
Den Döner, der uns dann für 3 Stunden sättigt. Danach machen wir uns wieder auf die Suche – nach dem nächsten Burger King... Oder suchen wir eine schönen Kneipe, in der wir einen schönen, feucht fröhlichen Abend verbringen, viel dummes Zeug labern werden, um dann irgendwann nachts um halb festzustellen, dass wir jetzt erst noch ein Taxi suchen müssen, das uns nach Hause bringt. Dazu ist der nächste Tag dann oft nicht sehr produktiv.
Oder suchen wir eine Tankstelle, weil die Tankanzeige schon wieder seit 3 Tagen und 48 km im roten Bereich ist? Nach erfolgreicher Suche haben wir stinkende Finger, einen leeren Geldbeutel und wieder 593 km Stress vor uns bei denen wir ganz nebenbei wieder ein bisschen dazu beitragen, dass die Schöpfung Gottes weiter zerstört wird. Oder suchen wir nur einfach mal wieder unseren Schlüssel, der doch gerade noch in unserer Hosentasche war?
Wie viel Zeit verbringen wir eigentlich damit, etwas zu suchen? Man könnte jetzt damit beginnen, nach der Antwort darauf zu suchen, was aber doch sehr paradox wäre.
Aber ist es nicht so, dass diese ganzen Suchen nur von kurzfristigem Erfolg gekrönt sind? Also klar ist es gut, mal wieder einen Döner zwischen den Zähnen zu haben. Auch die noch restlichen 213 km nach Hause zu kommen ist etwas schönes. Den Schlüssel zu finden ist auch erleichternd und all diese Beispiele haben auch ihren positiven und nötigen Effekt, ich will da nichts schlecht reden. Aber was haben wir langfristig davon?
In Amos 5, Vers 4 steht:
Gott spricht: „Suchet mich, so werdet ihr leben.“
Wenn wir also Gott suchen und auch finden, was er uns mit den Worten: „Suchet, so werdet ihr finden“ garantiert, werden wir also leben. Unsere Suche wird einen dauerhaften, langanhaltenden Erfolg haben: das Leben. Das Gut, das sein Sohn für uns opfern musste, verspricht er uns!
Und wenn wir wissen, dass wir leben werden, brauchen wir uns um den nächsten Döner doch eigentlich echt keinen Kopf mehr machen, oder?
Hansjörg Maier