Monatsandacht Februar
Von Gott will ich nicht lassen, denn er lässt nicht von mir
führt mich durch alle Straßen, da ich sonst irrte sehr.
Er reicht mir seine Hand, den Abend und den Morgen
tut er mich wohl versorgen, wo ich auch sei im Land.
(EG 365)
Am 28.01.2012 fand in der Andreäkirche in Jebenhausen ein Benefizkonzert mit dem Schwäbischen Posaunendienst zu Gunsten unserer Jugendwerksstiftung unter der Leitung von Hans-Ulrich Nonnenmann statt.
Es war ein sehr schönes gelungenes Konzert. Das Ensemble spielte Werke von Bach über Bartholdy bis Lammel und Schütz. Unter anderem stand auch das Lied „Von Gott will ich nicht lassen“ auf dem Programm. Leichte Verwirrung bereitete der Zusatz: Choralsatz und Choral-Tango, für zwölfstimmigen Bläserchor.
Choral-Tango? Ja richtig. Das musikalische Thema wurde um flotte Tangorhythmen variiert und war wundervoll anzuhören.
Aber was hat Tango mit diesem Lied zu tun?
Jeder von uns hat schon einmal ein Paar Tango tanzen sehen.
Tango geht zum einen nur zu Zweit, mal eng umschlungen, mal nebeneinander, mal auseinander driftend. Mal in die gleiche Richtung blickend, mal genau in die gegengesetzte. Tango ist ein permanentes Ringen miteinander. Eben ein nicht voneinander lassen können, weil keiner den andern verlassen kann. Kommt uns das alles nicht sehr bekannt vor, wenn wir an unsere Gottesbeziehung denken? Mal auseinander laufend, mal neben einander her, mal eng umschlungen?
Und das steckt doch genau im ersten Liedvers: Ich will von Gott nicht lassen, denn er lässt nicht von mir. Gott gibt uns nicht auf. Er verlässt uns nicht. Diese Zusage finden wir vielfach in der Heiligen Schrift und diese Botschaft wird uns immer wieder bewusst gemacht. Sei es an Weihnachten, an Ostern oder an Pfingsten. Durch das Leben und Wirken von Jesus Christus hat Gott uns gezeigt, dass er uns nicht los lässt. Und deshalb wir ihn auch nicht lassen können. Oder um in der Liedinterpretation vom Schwäbischen Posaunendienst zu bleiben: Wir können gar nicht anders als mit unserem Herrn Tango zu tanzen.
Also dann: Let’s tango, olé.



