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Der Wunsch, gesehen zu werden, wahrgenommen zu sein, liegt tief in den Menschen verwurzelt. Wenn ich in Jungscharen unterwegs bin, fallen Kinder auf, die einen großen Drang nach Aufmerksamkeit haben, die sich auffällig verhalten, um gesehen und beachtet zu werden. Auch bei den Älteren: Auf Instagram, Facebook oder Snapchat schicken Menschen regelmäßig Bilder von sich in die Welt. Viele überlegen sich lang, was sie anziehen, wie sie sich schminken oder wie sie posen sollten, um sich möglichst passend darzustellen. „Du siehst mich.“ Ich will Anerkennung. Ich warte auf eine Reaktion der Anderen -  einen Kommentar, einen Like. Ich möchte, dass andere sich für mich interessieren, mich wertschätzen.

Die Losung „Du siehst mich“, die sich der Kirchentag gegeben hat, stammt aus 1. Mose 16,13, der Geschichte von Abram, Sarai und Hagar:

Sarai, die nicht schwanger werden kann, gibt ihrem Mann ihre Magd Hagar zur Nebenfrau. Hagar wird schwanger – und prahlt damit: Sie ist stolz und jeder kann das sehen. Sarai und Hagar geraten in einen Streit, der damit endet, dass Hagar flieht. In dieser Zeit, in der sie dann vermutlich eher nicht gesehen werden will, erscheint ein Engel Gottes. Er wendet sich ihr zu. Er nennt sie beim Namen. Er stellt Fragen: „Wo kommst du her und wo willst du hin?“ Er hört zu, und gibt dann Ratschläge. Verheißt ihr, wie es mit ihrer Familie weitergehen wird. Sie kommt zu der Erkenntnis: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“

Hagar merkt: Gott interessiert sich für mich. Nicht nur, wenn ich mich gerade gut darstellen kann. Er geht meinen Weg mit, kennt mein ganzes Leben.

Ich lese aus dem Text: Gesehen zu werden ist mehr, als nur das wahrzunehmen, was vor Augen ist. Es braucht auch ein gewisses Maß an Interesse an dem, was einen Menschen in seinem Inneren bewegt. Wer bist du? Was ist dir wichtig? Was macht dich aus?

Gott sieht uns. Vielleicht sollten auch wir uns öfters mal mit offeneren Augen begegnen.

Nadine Müller
Bezirksjugendreferentin im ejgp