Und jetzt?!
 
„Das geht nicht mehr lange so weiter.“
Das haben viele in den letzten Monaten schon gespürt. Man kann da an ganz Verschiedenes denken: An die spürbaren Veränderungen des Klimas und den
nahenden Infarkt unseres automobil geprägten Verkehrssystems. An das labile System der Weltwirtschaft, das die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufdreht. Oder an unseren Alltag, der sich immer rasanter dreht ... Das hält unsere Welt – das halten wir nicht mehr lange aus – das war untergründig immer deutlicher spürbar.
 
Aber, dass sich unser Leben durch einen kleinen, unsichtbaren Virus derart rasant verändern wird, das hätte ich mir nicht träumen lassen.
Manches von dem, was wir jetzt erleben, mag sein Gutes haben. So ist z.B. der verringerte CO2 Ausstoß mittlerweile schon auf Satellitenfotos zu sehen. Durch die vielen abgesagten Termine entsteht ein freier Raum, - Platz, um nachzudenken, was uns wichtig ist im Leben. Und wir spüren überdeutlich, was uns fehlt. Und was bisher ganz selbstverständlich war. Vor allem die Einschränkung der Bewegungsfreiheit und die direkte Begegnung mit anderen Menschen – die fehlt! Dass unsere Parks gesperrt sind und es eine Straftat darstellt, wenn man sich mit drei Freunden trifft, das hätte man sich vor einem Monat nicht ausdenken können. Die ganz reale leibhaftige, angstfreie Begegnung – die nicht taxiert, ob der 2 m - Abstand eingehalten ist – die fehlt. Das trifft uns als gemeinschaftliche Wesen ins Mark. Da sind die digitalen Kontaktmöglichkeiten zwar eine große Hilfe – aber doch ein schwacher Ersatz. Und da sitzen wir nun zu Hause und sind auf uns zurückgeworfen. Sind verwirrt, weil wir nicht wissen, was die nächsten Wochen bringen werden. Da kriecht die Angst in uns hoch: Bin ich selbst infiziert?! Könnte es geliebte, nahe Menschen treffen?!
Manche spüren eine diffuse Unruhe, weil nicht absehbar ist, wie die Welt in drei Monaten sein wird. Bei manchen kommt Panik auf, weil man all dem nicht entrinnen kann – auf der ganzen Welt nicht. 
 
Was kann helfen? Mich stärkt dieser Satz:
Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
(2. Timotheus 1,7)
 
Es ist eine immer wiederkehrende Aufgabe, dem Geist der Furcht keinen Raum in mir zu geben. Was mir dabei hilft, besonnen zu bleiben und Kraft zu finden?!
- So viel wie möglich draußen sein, mich bewegen und wahrnehmen, dass die Bäume blühen und die Vögel im Frühling zwitschern! Im Garten arbeiten.
- Die intensiveren Kontakte innerhalb der Familie bewusst wahrnehmen; Zeit zum Spielen und für Telefonate genießen.
- Mir eine Tagesstruktur geben, an die ich mich halte.
- Die „Corona Nachrichten“ bewusst dosieren - einmal am Tag reicht.
- Offen sein für das, was neu werden will.
- Immer wieder einmal bewusst innehalten, eine Kerze anzünden, beten und Gott Raum geben. Das bestärkt mich in dem Vertrauen, dass Gottes Kraft ist in mir ist und ich bin in ihr! 
Uns alle umgibt ein weiter Raum, den Gottes Gegenwart erfüllt. Aus dem kann ich nicht herausfallen. Wenn ich mich dem vertrauensvoll öffne, dann spüre ich die Kraft und die Liebe und die Besonnenheit, die von Gott ausgeht und die uns geschenkt ist. Ich hoffe, wir können vertrauensvoll durch diese Krise gehen und gestärkt aus ihr herauskommen. 
 
Es grüßt Euch herzlich – auch im Namen des BAK
Tobias Comtesse, Bezirksjugendpfarrer

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