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Glaubt man der Bibel so hat Gott die Welt in 6 Tagen erschaffen und am 7ten geruht. Aber können wir heute noch daran glauben? Als Charles Darwin im 19.Jhr. die Evolutionstheorie entwickelte, war es für viele gläubige Menschen ein Schock. Die Kirchen bestritten, dass der Menschen und der Affe von derselben Art abstammen würde. Doch die Theorie der natürlichen Auslese von Darwin hat sich durchgesetzt. Heute wissen wir viel über Evolution und die Entstehung der Erde und des Weltalls. Urknall statt Gottes Schöpfung! Wissenschaft statt Theologie. Könnte das Motto lauten. Also lügt uns die Bibel etwas vor, oder?

Selbst innerhalb der Bibel wimmelt es von Wiedersprüchen. Am Anfang steht die Erzählung von der Erschaffung der Welt innerhalb von sieben Tagen. Aus einem chaotisches Urmeer (Gen 1,6) wird die Erde, die Pflanzen und die Tiere erschaffen. Erst als alles fertig war am sechsten Tag heißt es: „Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.“ (Gen 1,27). Am Ende dieser klar gegliederten Chronik heißt es (Gen 2,4a): „Dies ist die Geschichte von Himmel und Erde, da sie geschaffen wurden“.

Direkt im nächsten Satz folgt jedoch ein ganz anderer Schöpfungsbericht der mit den Worten eingeleitet wird: „Es war zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte.“ (Gen 2,4b). In dieser Erzählung ist die Erde zu Beginn eine Wüste (Gen 2,5) und der HERR schuf gleich zu Beginn „den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase“ (Gen 2,7). Erst später sagt Gott „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“ (Gen 2,18) und schafft Tiere und seine Frau. 

Warum gibt es diese zwei Berichte, wenn sie sich doch Wiedersprechen. Mit den Berichten musste etwas anders ausgedrückt werden, als ein Erklärungsversuch der Entstehung der Welt.

Die Schöpfungsberichte sollen uns nicht zeigen wie die Welt entstanden ist, sondern wie wir darin leben sollen. Der erste Bericht, zeigt dem Menschen, dass alles was er zum Leben benötigt bereits vor ihm erschaffen wurde. Er muss sich das nicht erst erarbeiten, aber er trägt Verantwortung für die Schöpfung. Da der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen ist, hat er von Anfang an eine Würde, die er sich nicht erst verdienen muss. Jeder einzelne Mensch ist wertvoll und verdient Respekt. Der zweite Bericht staunt darüber das der Mensch, der allein unvollkommen ist, überhaupt überleben kann. Und er ist dankbar darüber, dass dem Menschen jede Hilfe zukommt, die er benötigt.

Die Naturwissenschaften wie Chemie, Physik oder Biologie haben große Erfolge gefeiert. Technologischen Errungenschaften erleichtern uns das Leben und die Medizinforschung kämpft jeden Tag für deren Erhalt. Naturwissenschaften können Technologien hervorbringen, aber sie können dies nicht bewerten. Dazu benötigt es eine Ethik und das Christentum bietet eine an.

Einen Menschen, der beispielsweise Arm ist, müsste man nach Darwins Prinzip der „natürlichen Auslese“ sich selbst überlassen. Die Bibel fordert ihn hingegen beispielsweise in Lk 14,13: „wenn du ein Mahl machst, so lade Arme, Krüppel, Lahme, Blinde“ ein.

Leider glauben viele Menschen die wichtigen Fragen der Zeit lauten: Was kann künstliche Intelligenz alles? Welche Bereiche lassen sich digitalisieren? Wo kann revolutionärer Gentechniken eingesetzt werden? Wie viel darf Menschenwürde kosten?

Dabei müssten die Fragen lauten: Was darf künstliche Intelligenz alles? Welche Bereiche sollen digitalisiert werden? Wo darf Gentechniken eingesetzt werden? Darf Geld wichtiger als Menschenwürde sein? Aber auf diese Fragen gibt es keine ökonomischen oder naturwissenschaftlichen Antworten, sondern nur ethische. Um die Fragen beantworten zu können, benötigt es Menschen, die sich der Diskussion stellen, und Normen, an denen die Antworten gemessen werden können.

Die Bibel ist voll von Werten und Normen, die über alle Zeiten hinweg ihre Gültigkeiten nicht verloren haben. Und deshalb hat sie ihren festen Platz in der Welt verdient und ist Richtschnur für 2,26 Milliarden Christen auf der Welt.

Das Motto sollte also nicht lauten Wissenschaft statt Theologie, sondern Wissenschaft und Theologie. Die Frage, ob die Bibel uns etwas vorlügt, ist daher falsch gestellt. Denn die Bibel ist kein historisches Geschichtsbuch, sondern ein Geschichtenbuch. Die Bibel ist nicht Wort Gottes, sondern Zeugnis von Wort Gottes. Menschen, die Gott erlebt haben, haben ihre Erfahrungen aufgeschrieben. „Ein Bibeltext kann daher historisch unecht und trotzdem religiös wahr sein“. (Heinz Zahrnt)

Amen