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„Wenn die Hände oben sind, dann ist der Schnabel zu, Max!“, „Nachts wird nicht gerannt!“, „Wo ist denn jetzt deine lange Hose schon wieder hin?“ oder „Luuuuks, ich kann nicht schlafen, ich hab so Heimweh…“. Das sind alles typische Sätze die man auf dem Zeltlager sagt oder gesagt bekommt. Und ja, genauso stressig wie das für den ein oder anderen klingen mag, ist es tatsächlich auch. Mit fortschreitender Lagerwoche, das heißt ungefähr ab dem zweiten Tag, und mit zunehmendem Schlafmangel wird das Ganze nicht wirklich leichter. Es ist ganz klar, dass so ein Zeltlager nervenaufreibend und anstrengend ist, doch vor allem Anderen ist ein Zeltlager schön.

Mit den anderen Mitarbeitern etwas wirklich Großes auf die Beine stellen, seine Fähigkeiten beweisen, Planen, Basteln, Bauen, den Teilnehmern eine unvergessliche Zeit bereiten und sich selbst an die eigene Teilnehmerzeit zurückerinnern. 
Dass man als Mitarbeiter nur ein einziges Mal auf dasselbe Lager mitgeht, ist äußerst selten und deshalb wird das Team zu einer kleinen Familie – zu einer Freizeitfamilie, bei der man sein kann wer man ist, in der man Trost findet, die einen unterstützt, mit der man auf dem Lager lachen und von Zeit zu Zeit auch verzweifeln kann.

Wenn dann jedoch diese intensive Zeit des Lagers zuende ist und jeder wieder zuhause ist, dann fühle zumindest ich mich immer ziemlich komisch. Dann ist zuhause irgendwie nicht der Ort, an dem ich sein möchte. Es fühlt sich sogar so an, als wäre man nicht so ganz man selbst…
Das sogenannte „Freizeitloch“.

Im Internet finden sich etliche Ratschläge, wie man dieses Freizeitloch stopfen kann und wieder auf dem Boden der Tatsachen ankommt. Ich bin der Meinung, man sollte sich fragen, was denn dieser „Boden der Tatsachen“ überhaupt sein soll. Wer ist das wahre „ICH“? Wer möchte ich lieber sein? Der, der ich auf dem Lager bin oder der, der ich im stressigen und viel zu oft viel zu lieblosen  Alltag bin?

Selbstverständlich kann man nicht alles Wichtige im Alltagsleben einfach über Bord gehen lassen und das Freizeitleben einfach Eins zu Eins weiterleben, aber wie wäre es, wenn wir die Freizeit trotzdem ein bisschen mehr mit Heim nehmen? Also unsere Haltung, das Verständnis und die Offenheit für Andere, das Lächeln im Gesicht und auch die Motivation, mitanzupacken, was zu schaffen und anderen zu helfen. In meinem Fall und bestimmt bei Vielen anderen ist leider auch Gott so ein Thema: Auf dem Lager permanent im Gespräch und fast in jeder Sekunde mit dabei. Es wird Gebetet, Bibelarbeiten werden durchgeführt und intensive Gespräche über den Glauben erweitern unseren Horizont - und das ist jedes Mal aufs Neue einer der schönsten Aspekte der gemeinsamen Zeit.
Also an alle, denen es ähnlich geht wie mir: Lasst uns Gott mit nach Hause nehmen, denn er ist der der unser Freizeitloch wirklich sinnvoll stopfen kann, ohne uns erst auf den „Boden der Tatsachen“ zurückholen zu müssen. Liebt einander! Seid froh! Seid offen und hilfsbereit! Räumt vielleicht öfters mal ein wenig Zeit für ein Gebet ein.

Und falls auch du nach einer Freizeit oder einem Lager, egal ob PfiLa, Weidach, RöBa-Girls oder sonstigen ein „Freizeitloch“ bemerkst, dann überleg nicht, wie du wieder auf diesen „Boden der Tatsachen“ zurückkommst, sondern seh es als eine Möglichkeit – vielleicht als ein Zeichen Gottes, dass in deinem Alltag etwas zu kurz kommt, das dir gut tut und das in deinem Leben mehr Platz braucht.

 

Lukas Barak