ImpulsUm5Vor6Die Welt steht still – Produktionen werden gestoppt, Menschen bleiben zu Hause, Flugzeuge fliegen nicht mehr,…

Es ist eine ungewohnte Zeit, für jeden von uns. Und doch frage ich mich: werden wir gerade wach?

In mir ist in den vergangen Tagen etwas wach geworden: mir ist bewusst geworden, was wir für ein Privileg hatten die letzten Jahre: Reisen wurde einfacher, man konnte jederzeit überall hin, alles kaufen offline und online, die Wirtschaft boomte, Digitalisierung, Fortschritt, Neues. Vielleicht zu viel? Ging es zu schnell? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, in mir hat sich was geändert. Ich habe gestern von 20-23 Uhr gefacetimet. Wie lange ist es her, dass ich mir dafür Zeit genommen habe, mit meinen Liebsten zu reden ohne sie wegzudrücken weil „gerade echt viel zu tun“.  Beim Einkaufen halten Menschen Abstand, haben sich angelächelt. Menschen haben Mitgefühl für die ältere Generation, für Selbstständige, für Krankenpfleger, Ärzte. Influencer gehen live und sprechen mit ihrer Community. Menschen machen Spaziergänge und nehmen die Natur wahr. Vielleicht überinterpretier ich das alles auch, aber ich habe das Gefühl es passiert was.

Wie oft haben wir uns über alles beschwert in unserem Alltag? Kleinigkeiten wurden uns zu viel, wir waren genervt von Veranstaltungen im Wochenende, wir hatten das Gefühl nicht genug Zeit am Tag zu haben um alles zu erledigen, alles musste so schnell wie möglich gehen, wir wollten auf keinen Fall krank werden, weil eine wichtige Arbeit in der Schule ansteht oder man viel zu tun hat. Tage, Wochen, Monate sind an uns vorbeigerauscht. Wir haben schnell alles, was wir so haben als selbstverständlich angenommen. Deshalb ist jetzt die richtige Zeit all das umzudenken, eine andere Perspektive einzunehmen, dankbar werden.

Freiheit, Nähe zu Mitmenschen, Gesundheit, den Besuch in einem Café oder Restaurant, den selbstverständlichen Griff im Supermarkt zum Toilettenpapier, Vorbereitungen für Freizeiten oder Veranstaltungen, ein Wochenende bei den Großeltern, einen Spaziergang mit anderen Menschen, das Zusammenarbeiten in einem Team auf der Arbeit, einen Bummel in der Stadt, Sonntags in den Gottesdienst zu gehen, in den Urlaub fahren, Engagement von Ehrenamtlichen erleben… Ich hoffe all das werden wir mehr zu schätzen wissen, den Blick fokussieren auf all die Dinge, die uns tagtäglich geschenkt sind. Geschenkt von Gott.

Deshalb: „Seid dankbar in allen Dingen: denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.“ (1. Thess. 5,18)

eure Cheryl

 

„Before you ask God for what you want – first thank God for what You have.“ – Talmud

 

Gebetsanliegen
Wann hast du dir das letzte Mal Zeit für ein ausführliches Gespräch mit Gott genommen?  Wir freuen uns, wenn du in deine Gebete auch einschließt:
- 5 Dinge, für die du dankbar bist
- Fürbitte für die Kranken und Risikogruppen
- Geduld für die Eltern (und Kinder) beim Home-Schooling :)

 

Ideen für deine Zeit daheim...
gibt es jeden Tag um #5vor12 unter www.ejgp.de/ideen oder vom Landesjugendwerk auf www.zuhauseumzehn.de