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Schon kurz nach dem extra langen Wochenende mit Tag der deutschen Einheit startete eine Gruppe von 13 Chorbläsern, von Jung bis Alt oder auch von Sopran bis Bass oder von Trompete bis Tuba in das Bläserwochenende auf dem Rötenbach. Vielleicht lag es an der Nähe zu dem „Brückentag“ vorm 3. Oktober dass sich die Gruppenstärke der Bläserschar unterhalb der Mindestbelegung des „großen“ Rötenbacher-Hausteils hielt, vielleicht auch an der bis dato erstmals in Art und Anzahl aufgebotener, hochqualifizierter Instrumental-Lehrer bzw. Dozenten. Mit von der Partie waren Landesposaunenwart Hans-Ulrich Nonnenmann, Referentin für Bläserarbeit Brigitte Kurzytza, Trompeter und Dozent der Hochschule für Musik in Mainz Lutz Mandler und ebenfalls Trompeter und Musikschulleiter Remo Steiner.

Am Freitagabend kam aber zunächst ein weiteres Highlight auf den Tisch: das Abendessen. Bestehend aus einem frischen Burger nebst Zutaten und einer Kürbis-Creme-Suppe für die Vegetarier. Diese, sowie alle weiteren Mahlzeiten, waren sehr lecker, reichlich und exquisit zubereitet und in höchstem Maße lobenswert. An dieser Stelle sei Karl-Heinz, in Personalunion Küchenchef und Crew, nochmals sehr herzlich für die Mühen gedankt.

Der bläserische Part begann mit einer Vorstellung von Lutz Mandler, der noch am selben Abend auf Spiel- und Ansatzweise nach Malte Burba umfassend einging und mit seinem Spiel auf der Trompete verdeutlichte, dass es neben Lippen und (zirkular-) Atem vor allem auch der Zunge bedarf, um den Ton zu bilden. Mit gemeinsamen Übungen und dem Anblasen einiger Stücke, wie z.B. dem „Ein feste Burg“ von Mendelssohn-Bartholdy, das mit anderen Stücken im Vordergrund des Wochenendrepertoires stand, klang der Freitagabend im wahrsten Sinne des Wortes aus. Womöglich hätten Einige gern noch weiter gespielt, aber ein Mitternachtssüppchen lud zum geselligen Abschluss des Abends.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Gruppenarbeit mit den Dozenten. In drei Oberstimmen- und einer Unterstimmen-Gruppe unterteilt waren jeweils die Hälfte der Gruppen zum Proben mit den Dozenten entsendet, während der Rest als „halber“ Chor gemeinsam mit Stefan an Stücken für die Reformationsfeierstunde arbeitete, also „Ein feste Burg“, „Wachet auf“ und „Die ganze Welt hast Du uns überlassen“. Während letzteres die Bläser hinsichtlich der moderneren swingenden Rhythmik forderte ging es bei den anderen beiden Stücken vor allem um den Zusammenklang, im Fachjargon Harmonik und Intonation genannt. Das bedeutete vor allem viele lang ausgehaltene Akkorde und spitze Ohren, um die Feinheiten der Ober- oder auch Überlagerungstöne zu hören. Da machte so Mancher neue, harmonische Erfahrungen. Überhaupt war die Stimmung unter den Teilnehmenden, die am Samstag noch durch sechs Tagesgäste verstärkt wurden, sehr harmonisch, nicht nur im musikalischen Sinn.

Die Tipps und Ratschläge der Dozenten noch im Ohr, im Besonderen ging es um Luftführung, Harmonik, Ansatz und Ausdruck, war es am frühen Abend soweit, dass alle zusammen kamen und unter der Leitung von Landesposaunenwart Hans Ulrich Nonnenmann aus der Bläsermusik 2017 musizierten bis die Trichter glühten. Auch nach dem Abendessen wurde weiter im Plenum gespielt, quasi Wunschkonzert, was jeder schon mal spielen wollte und auch weil noch einiges an Ansatz übrig war, was unbedingt raus musste.

Am Sonntagvormittag teilten sich die Bläser erneut in kleine Gruppen auf und übten sich in ein selbstständig ausgesuchtes Notenmaterial ein, während Remo rundum die Gruppen besuchte und weitere Tipps und Beispiele gab.

Zusammenfassend darf betont werden, dass an einem letzten Endes verregneten Wochenende, der Rötenbach vom Keller bis unters Dach mit Trompeten-, Hörner- und Posaunenklängen voll war, dass es für die Bläser herausfordernd war sich in kleinen Gruppen oder auch einzeln den Profis zu stellen, dass die vorbereiteten Stücke beim Reformationsfestakt sehr gut umgesetzt wurden und dass es für jeden neue blastechnische Erfahrungen gab. Fortsetzung folgt.

Stefan Renfftlen