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Das Präventions- und Schutzkonzept des Evangelischen Jugendwerks Bezirk Göppingen (ejgp) basiert auf der Verpflichtungserklärung des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) – unserer Dachorganisation – die durch die Delegiertenversammlung am 16. Mai 2009 beschlossen wurde.

 

Die Vermittlung dieses Präventions- und Schutzkonzepts findet systematisch im Rahmen der Schulung unserer Mitarbeitenden statt:

1. Seminare

In der evangelischen Jugendarbeit wollen wir alles dafür tun, dass Gewalt – egal in welcher Form – keinen Platz hat. Sensibilität für dieses Thema ist wichtig. Im Seminar zum Thema Gewaltprävention geht es darum, eigene Grenzen und die Grenzen Anderer wahrzunehmen, rechtliche Grundlagen zu erfahren und anhand von Fallbeispielen aus der Jugendarbeit über die Themen Nähe und Distanz, Grenzempfindungen von Kindern und Jugendlichen und angemessene Reaktionsweisen ins Gespräch zu kommen. Dieses Seminar findet jährlich statt und richtet sich an alle Mitarbeitende in der evangelischen Jugendarbeit – in den Kirchengemeinden und im ejgp. Darüber hinaus bieten wir als Bezirksjugendwerk den Gemeinden des Kirchenbezirks Göppingen an, diese Schulung für ihre Mitarbeitenden vor Ort zu veranstalten.

Unter www.ejgp.de/seminare ist die Anmeldung zum nächsten Schulungsabend zu finden.

2. Aufbaukurs

Der Aufbaukurs ist eine 4-tägige Schulung für Mitarbeitende im ejgp und in den Gemeinden des Kirchenbezirks Göppingen. Teilnehmende sind i. d. R. mindestens 15 Jahre alt und haben oft schon Erfahrungen gesammelt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Ein zentrales Thema dieser jährlich stattfindenden Schulung ist die auch die Gewaltprävention mit folgenden Schwerpunkten:

  • Beziehung zu Kindern und Jugendlichen: Sensibilisierung zum verantwortungsvollen Umgang mit Nähe und Distanz
  • Individuelle Grenzempfindungen von Kindern und Jugendlichen
  • Formen von Gewalt
  • Begrifflichkeit der Sexuellen Gewalt
  • Auseinandersetzung mit der Verpflichtungserklärung des EJW vom 16. Mai 2009

3. Handreichung für Freizeitleitungen

Grundsätzlich ist unserer Auffassung nach das Gefährdungspotenzial für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen auf Freizeiten am höchsten. Daher soll im Rahmen der Vorbereitung jeder Freizeit die Verpflichtungserklärung des EJW nochmals mit allen Mitarbeitenden der Freizeit durchgesprochen werden. Die Teams besprechen dabei auch, was die einzelnen Punkte konkret für ihr Verhalten und Handeln auf der Freizeit bedeutet.

 

Selbstverpflichtung zu den Themen Vernachlässigung und Gewalt, insbesondere sexueller Gewalt für ejw, CVJM und VCP in Württemberg

Am 16. Mai 2009 beschlossen von der Delegiertenversammlung des evangelischen Jugendwerks in Württemberg.

 

Evangelische Jugendarbeit wird durch das Miteinander von Menschen und ihrer Beziehung zu Gott lebendig. Dieses Miteinander soll von gegenseitigem Vertrauen geprägt sein. Vertrauensvolle Beziehungen geben Mädchen und Jungen Sicherheit und stärken sie. Beziehung und Vertrauen von Kindern und Jugendlichen dürfen nicht ausgenutzt werden.

1. Wir stärken die uns anvertrauten Jungen und Mädchen. Wir gehen achtsam mit ihnen um und schützen sie vor Schaden, Gefahren und Gewalt.

2. Wir verpflichten uns, alles zu tun, dass bei uns in der evangelischen Jugendarbeit Vernachlässigung, sexuelle Gewalt und andere Formen von Gewalt verhindert werden.

3. Wir nehmen die individuellen Grenzempfindungen der Kinder und Jugendlichen wahr und respektieren sie.

4. Wir greifen ein bei Anzeichen von sexistischem, diskriminierendem, rassistischem und gewalttätigem Verhalten in verbaler und nonverbaler Form.

5. Wir verzichten auf abwertendes Verhalten. Wir achten darauf, dass wertschätzender und respektvoller Umgang untereinander gepflegt wird.

6. Wir respektieren die Intimsphäre und die persönliche Schamgrenze von Teilnehmenden und Mitarbeitenden.

7. Wir leben einen verantwortungsvollen Umgang mit Nähe und Distanz.

8. Wir missbrauchen unsere Rolle nicht für sexuelle Kontakte zu den uns anvertrauten jungen Menschen.

9. Wir achten auf Grenzüberschreitungen durch Mitarbeitende und Teilnehmende in den Gruppen, bei Angeboten und Aktivitäten. Wir vertuschen sie nicht und reagieren angemessen darauf.

10. Wir suchen kompetente Hilfe, wenn wir gewaltsame Übergriffe, sexuellen Missbrauch, sowie Formen der Vernachlässigung vermuten.