Die Wettervorhersage für die Karwoche war eindeutig: nachts Frost, Temperaturen bis 0 °C, es würde also kalt werden. Das hielt 13 junge Menschen aber nicht davon ab, von Palmsonntag bis Ostermontag bei der ersten Taizé-Freizeit zu zelten. Die besondere Atmosphäre von Taizé ließ die Kälte schnell vergessen. Das Leben in der Kommunität mit den Brüdern ist zwar schlicht, aber dafür sehr offen und herzlich. Drei gemeinsame Gottesdienste mit viel Gesang rahmen den Tag ein, dazwischen gibt es Bibelarbeiten, Workshops und Arbeitsaufträge auf dem Zeltplatz oder in der Küche. Über Ostern kamen Gäste aus aller Welt zu Besuch und für „die Göppinger“ war es eine spannende Erfahrung, mit Gleichaltrigen aus Norwegen, Ungarn, Portugal und anderswo ins Gespräch zu kommen. Die wahrscheinlich häufigste Frage bei der Essensausgabe, nachmittags beim Tee oder nach Sonnenuntergang am Kiosk Oyak war „Woher kommt ihr eigentlich?“ Höhepunkte waren der Karfreitag, wo bis spät in die Nacht in der Kirche gesungen wurde und das Osterfeuer vor Sonnenaufgang am Sonntagmorgen. Am Montag ging es dann mit vielen Erfahrungen, Gedanken und neuen Freundschaften wieder zurück in die Heimat.